Hochviskose Medien dosieren: präzise, sauber und prozessstabil
Hochviskose Medien präzise zu dosieren, ist anspruchsvoller, als es ein Datenblatt vermuten lässt. Je zähflüssiger ein Medium ist, desto mehr Energie wird benötigt, damit sich ein sauberer Tropfen bildet und zuverlässig von der Düse löst.
Genau hier liegt eine zentrale Herausforderung in der Mikrodosierung: Der Tropfen muss nicht nur entstehen. Er muss sich auch im richtigen Moment von der Düse lösen. Gelingt das nicht, können Rückstände an der Düsenspitze entstehen. Die Folge sind Materialansammlungen, schwankende Dosierergebnisse und eine sinkende Reproduzierbarkeit.
Für eine stabile Dosierung hochviskoser Medien müssen mehrere Faktoren zusammenspielen: Viskosität, Energieeintrag, Tropfenabriss, Düsengeometrie, Temperaturführung und Prozessparameter. Ein einzelner mPas-Wert reicht deshalb selten aus, um die Dosierbarkeit sicher zu bewerten.
Hochviskose Medien dosieren
Warum hochviskose Medien schwer zu dosieren sind
Hochviskose Medien verhalten sich träger als niedrigviskose Flüssigkeiten. Sie setzen der Beschleunigung mehr Widerstand entgegen und benötigen mehr Energie, damit sich ein Tropfen sauber ablösen kann. Besonders bei kleinen Tropfen wird diese Aufgabe anspruchsvoller. Mit zunehmender Miniaturisierung steigt das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. Dadurch gewinnen Oberflächenspannung und Benetzung stärker an Bedeutung. Die Oberflächenspannung hält den Tropfen zusammen und beeinflusst, wie leicht er sich von der Düse löst. Benetzung beschreibt, wie stark das Medium an der Düsenspitze haftet oder sich dort ausbreitet. Je stärker diese Effekte wirken, desto schwieriger kann ein sauberer Tropfenabriss werden.
Warum die Ventiltechnologie entscheidend ist
Bei hochviskosen Medien kommt es darauf an, wie viel nutzbare Energie tatsächlich im Medium ankommt. Dafür sind nicht nur Antriebskraft oder Druck entscheidend, sondern das Zusammenspiel aus Ventilmechanik, Systemsteifigkeit, Dichtungskonzept, Temperaturregelung, Düsengeometrie und Parametrierung. Wie marco die Ventiltechnologie für hochviskose Medien mit dem SJet Power-Ventil weiterentwickelt hat, zeigt die technische Vertiefung zur verbesserten Dosierbarkeit hochviskoser Medien. Sie erklärt, welche Rolle Ventilmechanik, Düsengeometrie, Mediengeschwindigkeit und Tropfenabriss für einen stabilen Dosierprozess spielen.
Prozessstabilität im Fokus
Für Anwender zählt am Ende nicht ein einzelner Kennwert, sondern das Verhalten im laufenden Prozess: saubere Dosierpunkte, weniger Materialaufbau an der Düse, stabile Wiederholgenauigkeit und ein beherrschbares Prozessfenster.
Gerade bei Klebstoffen, Schmelzklebstoffen, 2K-Materialien oder aushärtenden Medien kann eine stabile Dosierung über Qualität, Reinigungsaufwand und Prozesssicherheit entscheiden.
Ob ein Medium geeignet dosiert werden kann, sollte deshalb immer im Zusammenspiel aus Material, Ventiltechnik, Temperatur, Düse und Prozessparametern bewertet werden.
Ist Ihr hochviskoses Medium stabil dosierbar?
Ob ein hochviskoses Medium prozesssicher dosiert werden kann, hängt nicht nur vom Viskositätswert im Datenblatt ab. Entscheidend ist das reale Verhalten im Dosierprozess.
marco unterstützt bei der technischen Bewertung Ihrer Anwendung und der passenden Systemauslegung.
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