marc3 system

Der modulare Dosierroboter für hochpräzise Mikrodosieranwendungen

Das marc3 system ist ein modularer Dosierroboter für präzise und reproduzierbare Dosierprozesse. Die standardisierte Gantry-Plattform lässt sich flexibel an unterschiedliche Produkte, Arbeitsräume und Produktionsanforderungen anpassen – von kompakten Maschinenkonzepten bis zu großformatigen Dosieranwendungen.
Je nach Konfiguration ermöglicht der Dosierroboter Positioniergenauigkeiten bis 3 µm und die Integration von Dosierköpfen und Werkzeugen mit einem Gewicht von bis zu 13 kg. Gleichzeitig erlaubt die steife Maschinenkonstruktion ein geringes Maschinengewicht ab etwa 350 kg.
Als dritte Generation der marco Gantry-Plattform vereint das marc3 system die Erfahrungen der Gantry Systeme marc1 und marc2 in einem durchgängigen Maschinenkonzept. Die modulare Architektur verbindet hohe Präzision, flexible Systemintegration und umfassende Prozesskontrolle auf einer standardisierten technischen Basis.

Kompaktes marc3 system
marc3 system für großformatige Dosieranwendungen

marc3 system

Positioniergenauigkeit bis 3 µm

Je nach Konfiguration ermöglicht der Dosierroboter hochpräzise Dosier-, Füge- und Automatisierungsprozesse bis in den Mikrometerbereich.

Dot on Position

Bildaufnahmen, Dosierungen und weitere Aktionen werden auch während der Bewegung und bei variierender Geschwindigkeit positionsgenau ausgeführt.

Hohe Dynamik durch Linearmotoren

Linearmotoren in X-, Y- und Z-Achse ermöglichen Hochgeschwindigkeitsdosieren mit Beschleunigungen von bis zu 3 g bei gleichbleibender Wiederholgenauigkeit.

Maschinengewicht ab ca. 350 kg

Die steife Konstruktion verbindet hohe Präzision mit deutlich weniger Masse als klassische, tonnenschwere Gantry-Systeme.

X-Führung um bis zu 1,5° einstellbar

Die X-Führung lässt sich an der Ausrichtung des Bauteils orientieren. Dadurch kann insbesondere bei Mehrfach-Dosierköpfen auf einen zusätzlichen Drehtisch verzichtet werden.

Dosierköpfe schnell wechselbar

Die Werkzeugaufnahme ist für Gewichte bis 13 kg ausgelegt und ermöglicht den flexiblen Wechsel unterschiedlicher Dosier- und Fügeköpfe. Auch Werkzeuge anderer Hersteller können integriert werden.

Einzel- oder Doppel-Förderband

Ermöglicht parallele Abläufe und verbundene Fertigungsschritte wie Dosieren, Fügen und Verkleben.

In Clusteranlagen integrierbar

Das Gantry-System lässt sich als Prozessmodul in automatisierte Fertigungskonzepte einbinden, beispielsweise mit automatischer Be- und Entladung von Wafern über einen Waferhalter.

Reinraumfähig

Die Dosierzelle kann an unterschiedliche Sauberraum- und Reinraumanforderungen angepasst werden.

Offene Softwareplattform

Die in C programmierte und mit Python erweiterbare Software unterstützt durchgängige Prozesskontrolle, flexible Integration und eine einheitliche Bedienlogik von marc0 bis marc3.

Konsequent weiterentwickelt aus marc1 und marc2

Mit marc1 wurde die technologische Basis für die marco Gantry-Systeme geschaffen. marc2 führte dieses Konzept weiter und ermöglichte größere Arbeitsräume sowie stärker anwendungsspezifischere Maschinenkonfigurationen.
Die Erfahrungen aus beiden Systemgenerationen sind unmittelbar in die Entwicklung des marc3 system eingeflossen. Im Mittelpunkt standen dabei eine hohe Positioniergenauigkeit, eine stabile Bewegungsführung und eine zuverlässige Prozesskontrolle. Gleichzeitig sollte die Plattform mehr Flexibilität bei Arbeitsraum, Integration und Maschinenaufbau bieten.
Das marc3 system verbindet diese Anforderungen in einer modularen und standardisierten Systemarchitektur. Präzise Achsführung, ein offenes Softwarekonzept und flexibel kombinierbare Maschinenmodule ermöglichen es, die Dosierzelle gezielt an die jeweilige Anwendung und Produktionsumgebung anzupassen.

Produkteigenschaften und Kundennutzen im Detail

Präzision ohne unnötige Masse

Das marc3 system basiert auf einem besonders steifen Maschinenrahmen und einer konsequent auf Präzision ausgelegten Mechanik. Je nach Konfiguration beginnt das Maschinengewicht bereits bei etwa 350 kg und liegt damit deutlich unter dem Gewicht klassischer, tonnenschwerer Gantry-Systeme.
Entscheidend ist dabei nicht eine möglichst massive Maschinenkonstruktion, sondern der gezielte Einsatz hoher Steifigkeit an den mechanisch relevanten Stellen. Dadurch verbindet das marc3 system präzise und stabile Bewegungsabläufe mit einem geringeren Gesamtgewicht.
Für Anwender bedeutet dies ein vorteilhaftes Verhältnis von Stellfläche zu Arbeitsraum sowie eine einfachere Integration in bestehende Produktionsumgebungen. Gleichzeitig bleiben die mechanischen Voraussetzungen für hochpräzise und reproduzierbare Dosierprozesse erhalten.

Steife Achsen für reproduzierbare Dosierprozesse

Die Achsarchitektur des marc3 system ist auf eine stabile Werkzeugführung und präzise Bewegungsabläufe ausgelegt. X- und Y-Achse stehen als eigenständige Module in unterschiedlichen Längen zur Verfügung und ermöglichen dadurch verschiedene Maschinenformate und Arbeitsraumgrößen.
Der direkte Antrieb der Achsen unterstützt eine präzise Positionierung und eine dynamische Bewegungsführung. Bewegung, Positionierung und Dosierung lassen sich dadurch exakt aufeinander abstimmen.
Dies schafft die Grundlage für reproduzierbare Dosierergebnisse – auch bei anspruchsvollen Bewegungsprofilen, wechselnden Geschwindigkeiten und komplexen Dosieraufgaben.

Modular als Standard

Der marc3 ist als modulares Standardsystem aufgebaut. Die technische Basis des Dosierroboters bleibt gleich, während Arbeitsraum, Ausstattung und Integration an die jeweilige Anwendung angepasst werden.
X- und Y-Achse sind als unabhängige Module in unterschiedlichen Längen verfügbar. Dadurch lässt sich die Dosierzelle vom kompakten System bis zur großformatigen Maschine für Bauteile im Meterbereich konfigurieren. Die benötigte Arbeitsfläche richtet sich nach Produkt und Prozess.
Je nach Anwendung ist das Gantry-System in verschiedenen Ausführungen erhältlich:
🔹als Rahmen mit Dosierkopf zur Integration in bestehende Maschinen
🔹als freistehendes System mit oder ohne Einhausung
🔹mit manueller Beladung oder automatisierter Be- und Entladung
🔹als Inline-System oder Prozessmodul innerhalb einer Clusteranlage
Einzel- oder Doppel-Förderbänder ermöglichen zusätzlich parallele Abläufe und verbundene Fertigungsschritte wie Dosieren, Fügen und Verkleben.

Werkzeuge und Prozessmodule

Der marc3 verfügt über eine Montagefläche, an der unterschiedliche Dosierköpfe schnell ausgetauscht werden können. Dadurch lassen sich verschiedene Dosierköpfe für unterschiedliche Anwendungen reproduzierbar an derselben Position einsetzen. Eine pneumatische Gewichtskompensation ermöglicht Werkzeuggewichte von bis zu 13 kg.
Für Multi-Head-Anwendungen steht eine automatische Y-Justage zur Verfügung. Jedes Ventil kann über einen Piezo-Aktor um ±150 µm feinjustiert werden. Anschließend übernimmt eine Kamera die präzise Ausrichtung der Ventile.
Mit den Prozessmodulen der NCA (Nozzle Cleaning, Inspection and Analysis) lassen sich Reinigungs-, Inspektions- und Analysefunktionen direkt in die Linie integrieren. Das unterstützt stabile Prozesse, reduziert manuelle Eingriffe und vermeidet zusätzliche externe Stationen.
Auch die Medienversorgung lässt sich flexibel einbinden, beispielsweise über unterschiedliche Tanksysteme, 2K-Mischer und weitere marco Module.

Explosionszeichnung des marc3 systems mit drei Luftisolatoren zwischen Maschinenrahmen und Arbeitsplatte, dargestellt in einer modularen Baugruppenansicht.
Explosionszeichung eines kompakten marc3 mit Luftisolatoren

Reinraumfähig und schwingungsisoliert

Der marc3 kann gezielt für Sauberraum- und Reinraumanforderungen ausgelegt werden. Passend dimensionierte HEPA-Lüftereinheiten lassen sich direkt in die Dosierzelle integrieren.
Für besonders sensible Anwendungen ist eine schwingungsisolierte Basis verfügbar. Die Lagerung auf Luftkissen entkoppelt die Maschine von äußeren Einflüssen und reduziert zugleich die Übertragung systembedingter Schwingungen auf die Umgebung.

Einheitliche Software, offene Schnittstellen

Alle marco Dosierzellen arbeiten mit derselben Softwarelogik und einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Das erleichtert Bedienung, Prozessübertragung und Integration.
Offene Schnittstellen, XML-Dateiformate und DXF-Import unterstützen die Programmerstellung sowie kundenspezifische Automatisierungskonzepte. Remote-Zugriff und einfache Systemanbindung erleichtern zudem Service, Prozessanpassung und Datenaustausch.

Branchen und Anwendungen

Der marc3 ist für Dosieranwendungen konzipiert, die hohe Präzision, eine flexible Maschinenarchitektur und eine prozesssichere Integration erfordern.

Typische Branchen und Einsatzfelder sind:

🔹Elektronik- und Leiterplattenfertigung
🔹Wafer- und Halbleiterproduktion
🔹Displaytechnik und optische Komponenten (bspw. Mini-LEDs)
🔹Medizintechnik
🔹Automotive-Elektronik
🔹Präzisionsmontage und Mikrofertigung

Je nach Ausstattung eignet sich der Dosierroboter unter anderem für:

🔹hochpräzises Mikrodosieren
🔹Kleben, Fügen und Vergießen
🔹Dosieren von Lotpaste, Flux und Underfill
🔹Auftragen von Silikonen, Dichtstoffen und gefüllten Medien
🔹Display- und Linsenapplikationen
🔹automatisierte Inline- und Clusterprozesse

Technische Highlights im Überblick

Eigenschaften Nutzen
Präzision bis 3 µm Für hochgenaue Dosier- und Positionierprozesse
Ab ca. 350 kg Maschinengewicht Hohe Steifigkeit bei deutlich geringerer Masse
Bis 13 kg Nutzlast Hohe Flexibilität bei Dosierköpfen und Werkzeugen
Winkeleinstellung der X-Führung max. 1,5° Präzise Ausrichtung des Dosierkopfs auf das Werkstück
Automatische Y-Justage ±150 µm Feinjustage für Multi-Head-Anwendungen
Linearmotoren in allen Achsen Präzise Bewegungsführung bei hoher Beschleunigung von bis zu 3g
Integrierbare Prozessmodule Reinigung, Inspektion und Analyse direkt in der Linie
Einzel- oder Doppel-Förderband Parallele Prozesse und verbundene Fertigungsschritte auf einer Plattform
Reinraumfähigkeit System anpassbar an verschiedene Reinraumklassen
Offene Softwarestruktur Einheitliche Bedienung, offene Datenstruktur und hohe Integrationsfähigkeit

Sie haben eine konkrete Anwendung?

Der marc3 wird nicht als starre Standardmaschine gedacht, sondern als Dosierzelle passend zu Produkt, Prozess und Integrationsumgebung ausgelegt.

Sprechen Sie mit uns über Ihre Anwendung – wir zeigen Ihnen, wie sich das marc3 system präzise auf Ihre Anforderungen konfigurieren lässt.

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Am besten fragen Sie marco gleich persönlich!

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